Kreispokalsieger 2017

 

Hier eine zusammenfassung von Pokalfinale Zusammenfassung Pokalfinale(Youtube)

Hinter dem "Sportheim-Tor" des FC Eubigheim hatte sich gestern Abend schon die Feuerwehr in Position gebracht. Hätte das Finale um den Fußball-Kreispokal Buchen nämlich im Elfmeterschießen entschieden werden müssen, hätte der Strafraum des einen Tores bestimmt mit kräftigen Strahlern ausgeleuchtet werden müssen - so duster war es geworden. Doch die Feuerwehr blieb ohne Einsatz, denn das Finale wurde noch in der Verlängerung entschieden.

 

Und wie das so ist bei Endspielen - bei der spielentscheidenden Szene gab es einen "Helden" und einen Unglücksraben. Letztgenannter war Rosenbergs Torhüter Benjamin Krauth. Zunächst ließ er eine im Grunde harmlose Hereingabe von der Seite aus den Händen gleiten. Fix rappelte er sich wieder auf und wollte, hart an der Strafraumgrenze den Ball mit dem Fuß aus der Gefahrenzone schlagen. Doch Krauth traf den Ball nicht sauber. Dieser flog nur knapp 20 Meter genau vor die Füße von Andy Öchsner. Dieser reagierte gedankenschnell und hob das Spielgerät mit dem linken Fuß sauber aus gut 30 Metern über den TSV-Keeper und die umherstehenden Rosenberger Abwehrspieler hinweg zum siegbringenden Treffer ins Tor (109.). Eine feine Aktion.

25 Minuten später reckte FCS-Spielführer Steffen Gress unter dem Jubel seiner Mitspieler und der zahlreichen sangesfreudigen Schweinberger Fans den Pokal in die Höhe. "Rothaus-Pokalsieger - FCS", schallte die Siegerhymne über das Eubigheimer Sportgelände. Sektkorkenknallen! Bierduschen! Humbatätärä! Das volle Pokalsiegerprogramm.

"Es war ein ausgeglichenes Spiel und am Ende eine reine Willenssache", sagte FCS-Trainer Christian Greulich, und sein feuchtes Haar zeugte davon, dass er auch nicht trocken unter der Bierdusche hervorgegangen war. "Jetzt geht es ins Sportheim. Dort können sich die Spieler bald bestaunen, wenn ihr Siegerbild an der Wand hängt", schob Greulich nach und hob damit bewusst oder unbewusst hervor, dass seine Mannschaft Historisches geleistet hat.

Ein paar Meter weiter, neben den Hüpfenden und Singenden, kauerten die Rosenberger. Enttäuscht und geknickt waren sie, freilich; aber auch fairer Verlierer: "Glückwunsch an Schweinberg", sagte Sebastian Karle. Der TSV-Coach richtete den Blick sogleich voraus. "Es gilt, die Mannschaft wieder aufzubauen. Wir haben die Chance auf den Relegationsplatz noch nicht aufgegeben. Am Sonntag geht es gegen Seckach."

Greulich: "Plan aufgegangen"

Karle lieferte auch gleich einen Hauptgrund für den Erfolg: "Wir sind nach vorne nicht so in die Gänge gekommen wie sonst." Das stimmt gewiss, doch daran war auch eine taktisch äußerst diszipliniert auftretende und leidenschaftlich verteidigende Schweinberger Mannschaft "mit Schuld". "Unser Plan ist sehr gut aufgegangen. Wir haben die Passwege für ihre tiefen Bälle sehr gut zugestellt", freute sich Schweinbergs Trainer Christian Greulich. Doch nicht nur defensiv arbeitete der FCS mit großem Einsatz, die "Schwarz-Roten" hatten auch ein deutliches Großchancenplus von 6:3.

Zwei der Rosenberger Möglichkeiten resultierten aus der unmittelbaren Schlussphase, als der TSV schon hinten lag. Dieser Fakt sagt vieles über den Spielverlauf aus, weshalb man den Erfolg des FC auch als verdient bezeichnen kann.

Was man bei aller Objektivität allerdings auch nicht verschweigen darf: Die Rosenberger hätten im ersten Durchgang zwei Elfmeter bekommen müssen. In der fünften Minuten wurde Rechner regelwidrig im Strafraum gelegt, in der 18 Minute Pasour beim Torschuss einfach umgestoßen. "Da hatten die Schweinberger natürlich auch das Quäntchen Glück", sagte Kreisvorsitzender Klaus Zimmermann. Der Boss im Fußballkreis konnte das Endspiel natürlich nicht ganz objektiv verfolgen, weil er Rosenberger ist und 1988 mit dem TSV selbst den Pokal gewonnen hat. Er hatte bei den Elfmeter-Situationen allerdings recht.

Ach ja, und die Feuerwehr durfte dann doch noch leuchten: Bei der Siegerehrung war es nämlich schon zappenduster. Welchem Spieler man auf dem Heimweg heute Morgen leuchten musste, ist nicht überliefert.

Die meisten dürften nämlich nicht nur nach Redaktionsschluss, sondern eher bei der Auslieferung der Zeitung von den Feierlichkeiten nach Hause gekommen sein...

FC Schweinberg - TSV Rosenberg 1:0 n.V.

Schweinberg: Häfner, Adelmann, F. Michel, P. Baumann, A. Michel, Knörzer (68. Neuwirth), Öchsner (110. Greulich), B. Baumann (91. Kellermann), Gress (74. Streun), Keuth, Reimann.

Rosenberg: Krauth, Löw, Pasour, Rechner (67. T. Volk), Wild (91.Schäfer), Kirsuleymanolu, Schneider, M.-H. Volk, Geiger, Lutz, Albrecht.

Tor: 1:0 (109.) Öchsner. - Schiedsrichter: Pascal Fischer (Oberschefflenz). - Zuschauer: 580 in Eubigheim.

 

News

Von 7- 10 Juli ist wieder unser Sportfest, über ein besuch würden wir uns sehr freuen https://t.co/9EmE6r8GEk
22h
🔴⚫️Unsere Mannschaft schickt einen Gruß aus Malle ⚫️🔴#kreispokalsiegergrüsstausmalle #malle https://t.co/jVdJZHcsAj
Diesen Sonntag hat die 2. Mannschft ihr letztes Spiel für diese Saison, im Heimspiel FC Schweinberg - FC Zimmern.... https://t.co/LIndugtpjx

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